HISTORIE
– Stand 2012 –
Die Jubilare der SpVgg Neukirchen-Balbini



Mit Weitblick begann acht Jahre nach der Gründung des Vereins auch der Aufbau einer Schülermannschaft, wie es damals noch hieß. Der damalige Volksschullehrer Herwig Kraus war der „Vater der Jugendarbeit“ in Neukirchen. Gemeinsam mit Hermann Roith (langjähriges Mitglied der Vorstandschaft) betreute er die Burschen. Über den Schulsport hinaus engagierte sich Herr Kraus stark für den Bestand einer C-Jugendmannschaft ab dem Jahr 1970. Bereits in der ersten Saison konnte die Truppe die Vizemeisterschaft erringen. Dass hier eine Generation heranwuchs, die den Sportverein über Jahrzehnte prägen würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen, aber im Nachhinein wenig verwunderlich. Mit Spielern wie den Deckers, Stubenrauchs, und Eichingers erlangte Neukirchen-Balbini im Laufe der Zeit auch über die Markt- und Landkreisgrenzen hinaus Aufmerksamkeit.
In der Saison 1972/73 wurde diese Mannschaft erstmals in der Geschichte der SpVgg A-Jugend-Meister. Dieser Erfolg konnte in der Saison 1973/74 sogar wiederholt werden.
Für diese Generation (Jahrgang 1956–58) gab es damals nur Fußball. Andere Sportarten waren in Neukirchen Randerscheinungen – zum Glück für die Fußballabteilung der SpVgg. In den restlichen 1970er- und 1980er-Jahren wurden immer wieder Nachwuchsmannschaften gebildet, mit wechselndem Erfolg. Herr Albert Naber war der erste Jugendleiter, auch Georg Lacher engagierte sich für die Jugend, ebenso wie viele andere im Laufe der Jahre. Am längsten im Amt war Konrad Schießl, der bis ins hohe Alter auch als Schiedsrichter tätig war.
Der nächste große Erfolg ließ bis 1990/91 auf sich warten. Das Betreuerduo aus Jugendleiter Fritz Schlegel und Trainer Willi Stubenrauch formte ein A-Jugendteam, das die Meisterschaft ungeschlagen mit 32:0 Punkten und 83:5 Toren abschloss.
Als Dank für die Mannschaft gab es ein Acht-Gänge-Ritteressen auf dem Schwarzwihrberg. Der Zusammenhalt dieser Truppe um Kapitän Matthias Gebhard war sensationell. Die SpVgg erkannte den Wandel der Zeit rechtzeitig: Das Sportangebot wurde in der Gesellschaft immer vielfältiger. Man merkte, dass die jungen Burschen bereits von klein auf an den Verein gebunden werden mussten, bevor sie eine andere sportliche Leidenschaft entdeckten.
1994 wurde eine große Sportinitiative gestartet, bei der Schnuppertage ins Leben gerufen wurden. Seitdem sind von den Bambinis bis zur A-Jugend alle Altersgruppen vertreten.
Ehemalige Aktive des Vereins standen immer wieder als Betreuer zur Verfügung und gaben ihr Wissen und ihre Erfahrung teilweise auch an ihre Söhne weiter. Bald stellten sich die nächsten Meisterehren ein: Verschiedene Meisterschaften wurden in allen Altersklassen, von der F- bis zur A-Jugend, errungen.
In der Saison 1998/99 gelang es erstmals einer A-Jugendelf unter Betreuer Robert Geiger, in die Kreisliga aufzusteigen. Dasselbe Kunststück schafften die A-Junioren 2006/07 unter dem Betreuerteam Xaver Hinteneder und Willi Gebhard, ebenfalls mit einem Aufstieg in die Kreisliga.
Ein Jahr später sorgten die C-Junioren für Furore, als sie unangefochten den Meistertitel mit einem Torrekord von 154:23 holten. In 18 Spielen feierten sie 17 Siege und mussten nur eine Niederlage hinnehmen. Torschützenkönig war Marco Bucher mit 77 Treffern. Die Betreuer waren Walter Zisler und Willi Stubenrauch.
Seit 2006 ist auch Markus Schlegel sehr erfolgreich mit seinem Betreuerstab. Er konnte seitdem mit seinen Jungs und Mädels von der F- bis zur D-Jugend ebenfalls Meistertitel erringen.
Für einen Spielerin, der*die eine Meisterschaft feiern darf, bleibt dieses Ereignis ein Leben lang in Erinnerung – ein Erlebnis, das nur wenige erreichen. Dabei werden gleichzeitig Teamfähigkeit, Kameradschaft, Kritikfähigkeit und die persönliche Entwicklung gefördert. All dies sind Eigenschaften, die in der heutigen Gesellschaft leider immer mehr in den Hintergrund rücken. Gerade deshalb ist die Jugendförderung insgesamt und insbesondere bei der SpVgg Neukirchen-Balbini so wichtig und wertvoll.
Immer mehr Vereine klagen seit einigen Jahren über ein rückläufiges Interesse, und auch die SpVgg spürt diese Entwicklung. Mit dem Nachbarverein SC Kleinwinklarn wurde teilweise schon eine Spielgemeinschaft gegründet, da beide Vereine alleine nicht mehr in allen Altersklassen Mannschaften stellen könnten.
Unser besonderer Dank gilt allen – auch den nicht namentlich genannten Personen –, die sich für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen eingesetzt haben. Diese Menschen sind es, die unseren Verein ausmachen.

(Stand 2012):
Gründungsmitglieder:
Roith Herrmann (Neukirchen-Balbini), Ruider Johann (Enzenried), Saßl Georg (Neukirchen-Balbini), Schwab Ludwig (Neukirchen-Balbini)
50 Jahre Mitgliedschaft:
Biebl Wilhelm (Neukirchen-Balbini), Hinteneder Xaver sen. (Neukirchen-Balbini), Kraus Johann (Neukirchen-Balbini), Rötzer Gerhard (Neukirchen-Balbini), Roith Hans (Dehnhof), Winter Michael (Neukirchen-Balbini)
45 Jahre Mitgliedschaft:
Weindler Albert (Willmering), Strasser Hans (Fronau), Probst Wolfgang sen. (Goppoltsried), Porsch Willibald (Neukirchen-Balbini), Krottenthaler Johann (Regenstauf), Probst Manfred (Oberlangenried), Spießl Wolfgang (Hiltenbach), Ettl Robert (Boden), Kiefmann Erich (Fronau), Fritsch Josef (Enzenried), Rötzer Josef (Neukirchen-Balbini), Decker Franz sen. (Neukirchen-Balbini), Stubenrauch Karl (Schmitzdorf), Preis Anton (Willmering), Reisinger Franz (Wirnetsried), Schmid Josef (Neukirchen-Balbini), Dommer Josef (Neukirchen-Balbini)
40 Jahre Mitgliedschaft:
Porsch Karl (Neukirchen-Balbini), Spießl Ludwig (Hiltenbach), Stubenrauch Willi (Fronau), Wagner Fritz (Neukirchen-Balbini), Keilhammer Georg (Fuchsenhof), Stubenrauch Georg (Neukirchen-Balbini), Winter Johann (Neukirchen-Balbini), Naber Johann (Boden), Ziereis Franz (Neukirchen-Balbini), Zisler Peter (Neukirchen-Balbini), Eichinger Johann (Neukirchen-Balbini), Fritsch Georg (Neukirchen-Balbini), Gebhard Ludwig (Neukirchen-Balbini), Decker Fritz (Neukirchen-Balbini), Zehmann Albert (Enzenried), Ziereis Johann jun. (Neukirchen-Balbini), Ziereis Gerhard (Hansenried), Zisler Walter (Neukirchen-Balbini), Zisler Harald (Neukirchen-Balbini), Hinteneder Xaver jun. (Neukirchen-Balbini), Käsbauer Joachim (Neubäu), Drexler Robert (Neukirchen-Balbini), Bucher Ferdinand (Neukirchen-Balbini), Stubenrauch Helmut (Neukirchen-Balbini), Jobst Lothar (Neukirchen-Balbini)
35 Jahre Mitgliedschaft:
Bucher Rudolf (Schwandorf), Bucher Michael (Neukirchen-Balbini), Gleixner Helmut (Goppoltsried), Ziereis Rudolf (Neukirchen-Balbini), Kiener Josef (Hansenried), Rösch Fritz (Neukirchen-Balbini), Gebhard Franz (Neukirchen-Balbini), Käsbauer Christian (Neukirchen-Balbini), Gebhard Willi (Strahlfeld), Wagner Josef (Neukirchen-Balbini), Eigenbrodt Elfriede (Neukirchen-Balbini), Winter Christian (Neukirchen-Balbini), Scherz Manfred (Kitzenried)
30 Jahre Mitgliedschaft:
Saßl Rudolf (Neukirchen-Balbini), Ruß Erwin (Enzenried), Kraus Hans (Neukirchen-Balbini), Graßmann Michael (Hansenried), Spießl Jakob (Alletsried), Griesbeck Peter (Fronau), Meier Michael (Neukirchen-Balbini), Dirnberger Georg (Thanried), Kiener Annemarie (Neukirchen-Balbini), Schlegel Markus (Egelsried), Schlegel Richard (Nittendorf), Dr. Wutz Johann (Stamsried), Eichinger Werner (Neukirchen-Balbini), Schlegel Fritz (Egelsried), Porsch Jürgen (Neukirchen-Balbini), Dirscherl Michael (Boden), Weininger Alois (Mitteraschau), Dirscherl Georg (Etzmannsried), Schießl Martin (Neukirchen-Balbini), Stieß Stephan (Neukirchen-Balbini), Zehmann Max (Goppoltsried), Biebl Reinhard (Neukirchen-Balbini), Biebl Werner (Neukirchen-Balbini), Drexler Markus (Walderbach)
25 Jahre Mitgliedschaft:
Spießl Markus (Dehnhof), Ziereis Johann sen. (Hansenried), Krämer Erwin (Neunburg v. Wald), Bauer Josef (Grottenthal), Käsbauer Herbert (Grottenthal), Zehmann Melitta (Goppoltsried), Rösch Anni (Neukirchen-Balbini), Meier Anita (Penting), Pfauntsch Franziska (Goppoltsried), Winter Elfriede (Neukirchen-Balbini), Stieß Rosmarie (Neukirchen-Balbini), Naber Gerlinde (Boden), Pfauntsch Barbara (Schmidmühlen), Decker Franziska (Neukirchen-Balbini), Spießl Marianne (Hiltenbach), Gietl Hans (Cham), Gebhard Hermine (Neukirchen-Balbini), Gorges Brigitte (Neukirchen-Balbini), Eichinger Thomas (Neukirchen-Balbini), Murhauser Alfons (Boden), Käsbauer Rainer (Grottenthal), Gorges Martin (Teunz), Eichinger Gerda (Neukirchen-Balbini), Schwab Bettina (Neukirchen-Balbini), Bücherl Andreas (Diebersried), Dirscherl Josef (Neukirchen-Balbini), Wagner Dietmar (Neukirchen-Balbini), Bauer Tobias (Neukirchen-Balbini), Hartl Sandra (Zeitlarn), Irlbacher Wolfgang (Penting), Gruber Johann (Wetterfeld), Schmidmeier Peter (Neukirchen-Balbini), Scholz Peter (Stamsried), Köhler Heinz (Wendelstein), Krämer Peter (Neukirchen-Balbini)
SC Neukirchen-Balbini

Die Absicht, in Neukirchen-Balbini einen Sportverein zu gründen, bestand schon im Jahr 1950. Der Verein „SC Neukirchen-Balbini“ hat wichtige Aufbauarbeit geleistet und verdient es, erwähnt zu werden. Die Gründung des SC Neukirchen-Balbini ging auf die Initiative von Herrn Max Elsner zurück; er bekleidete auch das Amt des ersten Vorsitzenden in den Anfangsjahren des Vereins.
Der neu gegründete Verein hatte mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Außerdem erschwerten zahlreiche Spielerabgänge einen geordneten Spielbetrieb, sodass dem damaligen Vorstand Johann Bernhard im Jahr 1954 nichts anderes übrig blieb, als den Verein wieder aufzulösen.
Stehend: Elsner Max, Bucher Michael, Lohmann Willy, —, Ziereis Johann, —, Gerl Franz, Dommer Max, —;
Kniend: Wedlich Richard, Krottenthaler Josef, Krottenthaler Alois
Die Gründung der SpVgg Neukirchen-Balbini
Seit der Gründung wurde der Verein von folgenden Vorständen geführt:

Josef Jobst
1962 – 1967

Michael Winter
1967 – 1969,
1972 / 73

Xaver Hinteneder
1969 – 1971

Franz Stieß
1971 / 72

Theodor Gebhard
1973 – 1979

Wolfgang Spießl
1979 – 1991

Fritz Decker
1991 – 2011

Markus Schlegel
seit 2011
Trainer der 1. Mannschaft (aktualisiert 2024)
1974 – 1975 Schoierer Georg
1975 – 1976 ohne Trainer
1976 – 1978 Schoierer Georg (1977 Aufstieg in B-Klasse)
1978 – 1979 Heigl Rupert, Franke Heinz
1979 – 1980 Franke Heinz
1980 – 1981 Schoierer Georg, Franke Heinz
1981 – 1982 Franke Heinz, Krottenthaler Hans
1982 – 1983 Krottenthaler Hans
1983 – 1984 Gall Helmut
1984 – 1988 Decker Fritz (Spielertrainer)
1985 Aufstieg in A-Klasse
1988 Aufstieg in Bezirksliga
1988 – 1989 Hermann Heinz, Decker Fritz (Spielertrainer)
1989 – 1993 Krämer Erwin
1993 – 1994 Zandt Peter
1994 – 1995 Decker Fritz
1995 – 1997 Haimerl Wolfgang
1998 – 1999 Zandt Peter
1999 – 2000 Eichinger Hans, Decker Fritz
2000 – 2002 Schmid Gottfried (Spielertrainer), Decker Fritz
2002 – 2003 Decker Fritz
2003 – 2004 Noe Stephan (Spielertrainer), Decker Fritz
2004 – 2006 Dammer Johann
2006 – 2007 Dammer Johann, Decker Fritz
2007 – 2009 Zisler Harald
2009 – 2016 Rogalski Andreas
2016 – 2017 Scheurer Martin/ Rogalski Andreas
2017 – 2019 Rogalski Andreas
2019 – 2022 Stephan Noe
2022 – 2023 Voith Thomas/ Gebhard Christian
2023 – Armin Götzer
Zur Neugründung eines Sportvereins und somit der SpVgg Neukirchen-Balbini hat auch die Tatsache beigetragen, dass ringsum in den größeren Ortschaften Sportvereine entstanden oder bereits etabliert waren und genügend junge, sportbegeisterte Spieler zur Verfügung standen. Am 18. Januar 1962 wurde daher im „Gasthof zur Post“ eine Gründungsversammlung abgehalten, in der die neue Vorstandschaft die obligatorische Satzung beschlossen hat.
Die erste Vorstandschaft setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
Vorsitzender: Josef Jobst
2. Vorsitzender: Josef Lacher
Kassier: Adolf Neft
Schriftführer: Hans Bäuml
Beisitzer: Armin Grewatsch und Konrad Spießl
Aus der Bestandserhebung des Gründungsjahres geht hervor, dass dem Verein im Gründungsjahr lediglich 16 Mitglieder angehörten.
Für die SpVgg Neukirchen-Balbini begannen nun aber erst die Probleme. Der Sportplatz befand sich einen Kilometer außerhalb der Ortschaft, es mussten Trikots eingekauft werden, die Kosten hierfür trug jeder Spieler selbst! Der Vereinswirt und Bürgermeister Franz Decker erklärte sich bereit, dem jungen Verein jede nur mögliche Unterstützung zuteilwerden zu lassen. So stellte er z. B. das Material für eine Umkleidekabine zur Verfügung; diese bestand zur damaligen Zeit noch aus Holz, von wegen Dusche!
Am 15.04.1962 wurde die SpVgg Neukirchen-Balbini zum ersten Verbandsspiel eingeteilt, aber eine Woche davor hatte man noch nicht einmal 11 Spielerpässe beisammen! Es fehlte an allen Ecken und Enden.
Mit viel Optimismus gingen die Verantwortlichen an die Sache heran. In der Fastenzeit wurden regelmäßig ländliche Lustspiele im Deckersaal aufgeführt, um Geld in die Vereinskasse zu bringen. Regie führte damals der Schriftführer und örtliche Lehrer Hans Bäuml.
In den Anfangsjahren waren natürlich keine großen sportlichen Erfolge zu erwarten. Zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs waren für damalige Verhältnisse erhebliche Kosten zu bestreiten: Trikots, Fußballschuhe, Netze und dergleichen wurden aus eigener Initiative angeschafft, da Vereinsvermögen nicht vorhanden war. Trotzdem kamen gesellschaftliche Ereignisse nicht zu kurz, so wurde schon 1964 der erste Vereinsausflug mit Ziel Berchtesgaden, Salzburg, Königssee unternommen.
Die Gründungsjahre waren gekennzeichnet durch häufige Spielerwechsel zu Nachbarvereinen. Trotzdem ging die Mitgliederzahl langsam nach oben.
Im Jahr 1970 wurde erstmals eine Schülermannschaft gegründet. Es setzte sich schon damals die Erkenntnis durch, dass man auf lange Sicht nur mit einer gezielten und konstanten Nachwuchsförderung Erfolg haben kann. Der damalige Schulleiter Herwig Kraus leitete das Training und Hermann Roith, ein langjähriges Mitglied der Vorstandschaft, übernahm die Betreuung der Kleinsten. Dass sie gute Arbeit leisteten, belegt ein 2. Platz bereits im ersten Jahr des Spielbetriebs. Die 1. Mannschaft nahm an zahlreichen Freundschaftsturnieren teil und erreichte nach und nach auch bessere Platzierungen.
Im Jahr 1973 wurde der frühere Bauunternehmer Theo Gebhard zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als Erstes ging man daran, auf dem alten Sportplatz eine Flutlichtanlage zu installieren, um bessere Trainingsmöglichkeiten zu schaffen. Im darauffolgenden Jahr ließen erstmals die Nachwuchsmannschaften aufhorchen: Sowohl die Schüler- als auch die Jugendmannschaft holten sich in ihrer Spielgruppe den Meistertitel.
1975 setzte die erste Mannschaft ein erstes Ausrufezeichen. Sie belegte unter Trainer Georg Schoierer aus Maxhütte-Haidhof Platz 2 in der C-Klasse; der Aufstieg in die B-Klasse wurde somit knapp verpasst. Nach einjähriger Unterbrechung übernahm in der Saison 1976/77 wiederum Georg Schoierer das Traineramt. Mit einem Punktekonto von 34:6 und einem Torverhältnis von 80:36 wurde die SpVgg Neukirchen-Balbini souveräner Meister der C-Klasse Mitte, Gruppe II. Durchschnittsalter der Truppe damals: 22 Jahre. Torschützenkönig mit 34 Treffern – Fritz Decker. 15 Jahre nach der Gründung also der erste Meistertitel.
In der B-Klasse tat man sich natürlich etwas schwerer. Man musste sich in der nächsthöheren Klasse erst akklimatisieren. In der Saison 1978/79 entging man nur durch die Mithilfe des FC Stamsried dem Abstieg; der FC Stamsried siegte in einem Entscheidungsspiel über den Verbleib in der A-Klasse, sodass es letztlich den VfB Wetterfeld traf.
Für die Saison 1981/82 und nicht zuletzt wegen des Jubiläums hatte man sich nach mehreren Rückschlägen besonders viel vorgenommen. Die erste Mannschaft verlor leider das Entscheidungsspiel über den Aufstieg in die A-Klasse im Elfmeterschießen mit 9:8 gegen die DJK Altenmarkt. Auch die Reservemannschaft verbesserte sich konstant und belegte den 2. Platz.
Mannschaftsfoto von 1977

Hinten: Trainer Georg Schoierer, Hans Eichinger, Fritz Decker, Ludwig Spießl, Josef Krottenthaler, Albert Zehmann, Franz Ziereis, Vorstand Theo Gebhard;
Mitte: Willi Gebhard, Georg Fritsch;
Vorne: Josef Kiener, Hans Naber, Karl Porsch, Willi Stubenrauch, Albert Weindler
Sportheimbau

Die ersten Überlegungen für einen neuen Sportplatz reiften bereits 1976. Der Markt Neukirchen-Balbini unter Bürgermeister Xaver Hinteneder stellte ein geeignetes Gelände zur Verfügung und übernahm sowohl die Planung als auch die Bauträgerschaft für einen neuen Sportplatz und ein, für damalige Verhältnisse, modernes Sportheim. Im Sommer 1980 wurde mit den Bauarbeiten für das Rasenspielfeld begonnen. Bereits im November desselben Jahres war der Rasen angesät. Für das Sportheim allerdings hatte man eine längere Bauphase eingeplant, wurden doch sämtliche Maurer-, Fliesen- und Zimmererarbeiten ausschließlich durch freiwillige Arbeitseinsätze erbracht. Diese Investition kostete den Markt 426.000,00 DM, nach Abzug der Förderung durch Bundes- und Landesmittel verblieb aber immer noch ein ansehnlicher Betrag von 192.000,00 DM. Insgesamt wurden über 3.000 Arbeitsstunden von Vereinsmitgliedern geleistet.
20-jähriges Bestehen
Im Jahr 1982 wurde das 20-jährige Bestehen und zugleich die Einweihung des neuen Sportheims und des neuen Sportplatzes mit Fahnenweihe in einem würdigen Rahmen vom 06.08. bis 09.08. gefeiert. Der Festausschuss stand für die Feierlichkeiten und die Durchführung der Feierlichkeiten in der Verantwortung. Auch in den Folgejahren 1983 (Platz 3) sowie 1984 (Platz 5) hielt man sich in der B-Klasse ganz beachtlich.

Stehend: Hans Eichinger, Fritz Decker, Richard Fleischmann, Michael Winter, Fritz Rösch, Karl Stubenrauch, Josef Krottenthaler, Hermann Roith, Ludwig Gebhard;
Sitzend: Konrad Schießl, Theodor Gebhard, Wilhelm Biebl, Bürgermeister Xaver Hinteneder, Michael Eiber, Vorstand Wolfgang Spießl

Jubiläumsfestzug
Aufstieg in die A-Klasse im Jahr 1985

Im Jahr 1985 setzte die SpVgg mit der 1. Mannschaft ein weiteres Ausrufezeichen. Nach achtjähriger Zugehörigkeit in der B-Klasse wurden sie souveräner Meister mit 44:8 Punkten und 94:22 Toren und damit Aufstieg in die A-Klasse. Wiederum war eine Persönlichkeit maßgeblich für diesen Erfolg verantwortlich: Spielertrainer Fritz Decker.
Das 25-jährige Bestehen wurde mit einem Pokalturnier unter Beteiligung von namhaften Vereinen wie dem ASV Cham, SV Schwarzhofen sowie dem FC Neunburg vorm Wald gefeiert.
Die erste Saison verlief besser als erwartet – Platz 3. Nach nur drei Jahren in der A-Klasse direkter Aufstieg in die Bezirksliga Nord.
Stehend:Betreuer Stubenrauch Helmut, Decker Fritz, Ziereis Hans, Spießl Ludwig, Zehmann Albert, Kiener Josef, Ziereis Gerhard
Kniend: Hinterneder Xaver, Nabe Hans, Stieß Thomas, Eichinger Hans
Liegend: Zisler Harald, Decker Thomas; mit Fans
Aufstieg in die Bezirksliga im Jahr 1988

Stehend:
Stubenrauch Karl, Decker Fritz, Zisler Harald, Hinteneder Xaver, Ziereis Gerhard, Ziereis Rudolf, Grottenthaler Josef, Drexler Robert, Ziereis Hans, Kiener Josef, Decker Franz, Hinteneder Xaver
Kniend: Bucher Michael, Decker Thomas, Eichinger Hans
Nun galt es, gegen Mannschaften wie z. B. FC Linde Schwandorf, TuS Rosenberg, FC Stamsried oder SV Schwarzhofen, später in der Bezirksliga Süd gegen ASV Burglengenfeld, FC Maxhütte-Haidhof oder Freier TuS Regensburg zu bestehen.
Allesamt Mannschaften, die sich in der Bezirksliga etabliert hatten. Im ersten Jahr in der Bezirksliga hat man gelegentlich schon Lehrgeld gezahlt; am Schluss stand aber Platz 9 zu Buche. Übrigens: Das erste Bezirksligator erzielte Sturmführer Harald Zisler im Spiel gegen den TuS Hirschau in der 31. Minute nach toller Vorarbeit durch Thomas Decker.
Im Jahr 1991 stand die erste Mannschaft am Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz. Gegen den SV Schwarzhofen spielte man um den Klassenerhalt. Es war ein tolles Kampfspiel, in dem Ludwig Spießl (besser bekannt als „Champ“) kurz vor Schluss das erlösende 2:2 erzielte. Neukirchen-Balbini war gerettet, der SV Schwarzhofen stieg ab. In der darauffolgenden Saison konnte sich die SpVgg mit Neuzugang Bernhard Haimerl im Angriff wesentlich verstärken; mit einem ausgeglichenen Punktekonto stand am Ende Platz 8 zu Buche.
1992 feierte die SpVgg Neukirchen-Balbini das 30-jährige Bestehen mit einer neuen Art von Pokalturnier, nämlich einem sogenannten „Gerümpelturnier“. Der Kern einer Mannschaft wird hierbei nicht von aktiven Spielern, sondern von Hobbyfußballern gestellt; lediglich eine bestimmte Anzahl von Aktiven, in der Regel drei Spieler, dürfen in dieser Mannschaft mitwirken. Hier geht es in erster Linie nicht um den Gewinn des Pokals, sondern um das Dabeisein und um die Pflege von Beziehungen mit Nachbarvereinen.
1993/94: Die erste Mannschaft schloss mit Platz 9 ab, die Reserve konnte die Meisterschaft wiederholen.
Die SpVgg Neukirchen-Balbini konnte sich lange Zeit in der Bezirksliga behaupten. Aber nach 11 Jahren Bezirksligazugehörigkeit musste auch die SpVgg in den sauren Apfel beißen und den Abstieg in die Kreisliga – vormals A-Klasse – hinnehmen. Ein kleiner Verein wie die SpVgg Neukirchen-Balbini hat immer versucht, mit Spielern aus dem eigenen Umfeld und ohne „bezahlte Legionäre“ die jeweilige Klasse zu halten, aber man musste auch akzeptieren, dass jede Mannschaft im Laufe der Jahre bestimmten Leistungsschwankungen unterworfen ist.
Rückblickend und mit Stolz lässt sich feststellen, dass die erste Mannschaft in den elf Jahren Bezirksligazugehörigkeit, aber nicht nur dort, ihren Anhängern oft rassige Spiele geboten hat, in denen die Akteure bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gegangen sind. Andererseits konnten sich die Mannschaften auf die Unterstützung der eigenen Fans verlassen, was sicher auch zu einem gewissen Grad zum sportlichen Höhenflug beigetragen hat. Nach dem Abstieg ging es in erster Linie nicht darum, möglichst gleich wieder aufzusteigen, sondern darum, den Durchmarsch nach unten zu verhindern. Dies gelang der SpVgg recht gut, was folgende Ergebnisse aus den Jahren 2002 bis 2011 belegen:
Saison 2002 / 03: Platz 7
Saison 2003 / 04: Platz 10
Saison 2004 / 05: Platz 5
Saison 2005 / 06: Platz 10
Saison 2006 / 07: Platz 10
Saison 2007 / 08: Platz 7
Saison 2008 / 09: Platz 9
Saison 2009 / 10: Platz 7
Saison 2010 / 11: Platz 5
Im Derby der Saison 2011/12 gegen den FC Stamsried hieß es noch: „Frösche“ hüpften nicht hoch genug (1:2); dies wollen sich die „Frösche“ nicht mehr oft anhören müssen. Im Rückspiel beim Tabellenführer FC Stamsried erreichte die SpVgg immerhin ein 1:1-Unentschieden.
Ab der Saison 2012 schickt sich wieder eine junge und ehrgeizige Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren an und klopft an die Tür zur Bezirksliga. Ob es dieses Jahr schon reicht, sei dahingestellt, aber die Entwicklung dieser Mannschaft in den letzten beiden Jahren lässt erkennen, dass es wieder nach oben geht, denn das Motto der SpVgg lautet: Niemals aufgeben.

Franz Stieß, der Gründer der AH-Mannschaft

Franz Stieß
Vor 34 Jahren (1978) versammelten sich circa 15 aktive Fußballer, die noch Freude am Fußball hatten und dennoch nicht in einer Punkterunde spielen wollten. Der „Spaß an der Freude“ sollte im Vordergrund stehen und die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. So wurde eine Alt-Herren-Mannschaft in Neukirchen-Balbini ins Leben gerufen!
Erster Abteilungsleiter war Franz Stieß. Besser gesagt, „Mädchen“ für alles. Der Stamm der Mannschaft bestand wie eingangs erwähnt aus nur 15 Akteuren. Doch dieser Kern war noch 15 bis 20 Jahre am Ball und hielt in zahlreichen „Schlachten“ die Knochen für die SpVgg hin.
Der Erfolg hielt sich wohl in Grenzen in der Startphase. Dies stand auch nicht im Vordergrund. Nach dem Spiel war es gängige Sitte, bei zünftiger Runde das Spiel nachzubearbeiten. Hier wurde eine Niederlage schnell in einen gefühlten Sieg umgewandelt und alle Beteiligten gingen mit positiven Gefühlen nach Hause. Die Vorfreude auf das nächste Wochenende stieg, je näher es kam. Diese Grundeinstellung begleitet die Mannschaft noch heute. Ein markantes Datum sollte der 8. Juli 1988 werden. Nach knapp zehn Jahren Spielbetrieb gelang der Elf in einem Pokalturnier endlich der 1. Platz. Beim Turnier in Seebarn gelang dieses Kunststück den Mannen um Kapitän F. Stieß im Rahmen einer Sportwoche. Dieser historische Augenblick wurde natürlich bei der Pokalverleihung gebührend gefeiert. Dabei übermannte die Freude die SpVgg so sehr, dass der Siegerpokal nach einer feuchtfröhlichen Nacht abhanden kam. Bis heute ist der Pokal noch nicht aufgetaucht.
Das 10-jährige Bestehen wurde am 20. August 1988 mit einem Jubiläumspokalturnier gefeiert. Eingeladen waren drei Vereine, mit denen die SpVgg-AH zu diesem Zeitpunkt sehr gute kameradschaftliche Beziehungen pflegte. Wie es das Fairplay vorschreibt, begnügte sich die SpVgg mit dem letzten Platz (oder konnten sie nicht anders?). Leider mussten alle Begegnungen bei Dauerregen ausgetragen werden, was hohe Anforderungen an alle Spieler stellte. Dies tat aber der Stimmung bei der Pokalverleihung keinen Abbruch.
Auch zum 20-jährigen Bestehen wurde am 18. Juli 1998 ein Pokalturnier abgehalten. Während des Nachmittags wurden vier Spiele mit jeweils zweimal 30 Minuten bestritten. Waldmünchen unterlag gegen den SV Schwarzhofen mit 0:2, Neukirchen gewann mit 2:1 gegen den TSV Dieterskirchen. Um den dritten Platz besiegte der TV Waldmünchen den TSV Dieterskirchen mit 6:1. Im Endspiel siegte der starke SV Schwarzhofen mit 4:1 gegen die SpVgg. Abends erfolgte die Pokalverleihung. Vorstand Fritz Decker ehrte Franz Stieß gleich zweimal. Für seinen unermüdlichen Einsatz im Dienste der Mannschaft, die sich keinen besseren AH-Leiter wünschen konnte. Fritz Decker erklärte, dass die AH-Abteilung eine große Stütze des Hauptvereins sei. Auf sie ist immer Verlass. Alleinunterhalter Reinhard Dobler verstand es, sein Publikum auf Bänke und Tische stehen zu lassen. Es wurde fröhlich und ausgelassen gefeiert, ganz in der Manier der Alten Herren.
Im Jahr 1990 verjüngte sich die in die Jahre gekommene Truppe. Einige Akteure, die in der „Ersten“ zum sportlichen Aufstieg beitrugen, beendeten dort die Karriere und spielten aber noch lange Zeit in der AH weiter. Auch hier trug diese sportliche Erfahrung der Aktiven Früchte und die AH-Elf konnte in der Freizeitrunde immer erfolgreicher spielen. Pro Saison mit bis zu teilweise 27 Begegnungen wurden jahrelang nur eine bis drei Niederlagen kassiert.
Nach 21 Jahren ging endgültig die Ära Franz Stieß als Leiter der Alten Herren zu Ende. Im Gasthof zur Post würdigte Nachfolger Fritz Decker die Arbeit und den Einsatz seines Vorgängers. „Ohne Franz Stieß wäre die AH niemals so aktiv gewesen“, sagte Fritz Decker. Er hoffte, dass Franz auch in Zukunft eine Stütze der Abteilung bleiben werde und auch noch aktiv weiter spiele. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Sein Stellvertreter Michael Winter erhielt ebenfalls die Ehrenurkunde.
Das 25-jährige Gründungsfest der AH-Mannschaft wurde am 3. Oktober 2003 im Sportheimanbau mit einem großen Kameradschaftsabend gefeiert. Alle aktiven und ehemaligen Spieler wurden eingeladen, und es folgten auch sehr viele diesem Treffen. In einem legendären Spiel zweier zusammengelosten Mannschaften wurden die Kräfte gemessen. Abends hielt Schriftführer Willi Gebhard einen Rückblick in Form einer Bilderschau. Alte Erinnerungen wurden wachgerufen, der Zusammenhalt vertieft.
Im Frühjahr 2004 wurde das 1. Bockbierfest mit Schlachtschüsselessen veranstaltet, nachdem der legendäre Kappenabend abgeschafft wurde. Es war ein großer Erfolg. Fastenprediger „Bruder Barnabas“ las den Neukirchnern vier Jahre lang die Leviten. In diese Rolle schlüpften Willi Stubenrauch und Willi Gebhard jeweils zwei Jahre lang. Inzwischen stand Willi Stubenrauch (2006) eine Saison lang an der Spitze der AH-Abteilung, die er aber aus zeitlichen Gründen ein Jahr später an Hans Eichinger übergab, der diese Funktion noch heute ausübt und mit Leidenschaft versucht, die Abteilung am Leben zu erhalten. Die Bereitschaft der 30-Jährigen, in der AH die Karriere ausklingen zu lassen, schwindet mehr und mehr. Doch Hans Eichinger verstand es bisher immer wieder, die Abteilung mit Leben zu erfüllen.
Gründung und Entwicklung der Tennisabteilung


Der Steffi-Graf- und Boris-Becker-Boom ging auch an Neukirchen-Balbini nicht spurlos vorbei. Immer mehr Tennisspieler träumten von einer eigenen Tennisanlage in der Gemeinde. 1989 nahm Lothar Jobst die Planung in die Hand, erkundete das Gelände nahe des Fußballplatzes und die Finanzierungsmöglichkeiten. Da dies alles recht positiv verlief, machte man sich daran, den Traum in die Realität umzusetzen.
Die Gründungsversammlung der Tennisabteilung der SpVgg Neukirchen-Balbini fand am 25.08.1990 statt. 21 anwesende Gründungsmitglieder wählten ihre erste Vorstandschaft:
- Vorstand: Lothar Jobst
- Vorstand: Hans Naber
Kassier: Erwin Krämer
Schriftführerin: Annemarie Kiener
Beisitzer: Xaver Hinteneder, Josef Kiener, Ludwig Spießl, Gerhard Ziereis, Hans Ziereis
Schon am 22.09.1990 begannen die Bauarbeiten für die geplante Tennisanlage. In knapp drei Jahren entstanden zwei Tennisplätze mit Kunstrasenbelag (TopCourt Spezial), eine Übungswand und ein Vereinsheim. Allein für den Bau der Plätze und der Übungswand wurden 1939 Arbeitsstunden und 431 Maschinenstunden in Eigenleistung erbracht.
Am 20.06.1993 wurde diese Anlage mit einem gebührenden Fest eingeweiht.
Schon vor der Einweihungsfeier war die Zahl der Mitglieder auf über 100 Personen angewachsen.
Sportliche Höhepunkte in den folgenden Saisons waren unter anderem das „Schleiferltunier“, das beliebte Kinderzeltlager und die Vereinsmeisterschaft.
1995 gab Lothar Jobst die Vereinsführung ab. Ludwig Spießl, Hans Naber und Xaver Hinteneder übernahmen gemeinsam diesen Posten.
1997 wurde dann Ludwig Spießl zum 1. Vorstand der Tennisabteilung gewählt. In seiner Amtszeit baute man an das Vereinsheim einen Umkleideraum an und ein Kamin wurde eingezogen. Diese baulichen Veränderungen verbesserten den Wohlfühlgrad enorm, vor allem als dann später, unter der Vereinsführung von Alois Ring, ein Schwedenofen angeschafft und installiert wurde. Seitdem findet jeden Freitag, ob Sommer oder Winter, eine gemütliche Stammtischrunde statt. Nach Alois Ring, der von 1999 bis 2003 als Vorstand agierte, trat Sandra Kiener an dessen Stelle, die wiederum für vier Jahre die Geschicke des Tennisvereins leitete.
Darauf folgten Hans Naber (2007 bis 2009) und Peter Ferstl (2009 bis 2011) als Oberhaupt der Tennisgemeinschaft. 2010 wurde eine Überdachung mit Geräteraum an das Vereinsheim angebaut. Zudem kamen noch eine Ballwurfmaschine, ein Platzpflegegerät und ein Rasenmäher hinzu.
Seit 2011 führt Dana Spießl (frühere Dana Hildebrandt) den Verein mit neuem Schwung und Elan an.
Seit der Gründung 1990 sind Annemarie Kiener und Hans Naber ständige Mitglieder in der Vorstandschaft. Auch die Tätigkeit des Platzwartes, die seit dem Erbau der Anlage Hans Naber ausführt, soll an dieser Stelle erwähnt werden.
Derzeit sind 101 Mitglieder in der Abteilung, deren Führung nun mehr und mehr in die Hand der nächsten Generation übergeben wird. Das saisonale Kindertraining wurde nach einer 3-jährigen Pause wieder aufgenommen, und somit wurde die beste Voraussetzung für eine gute Zukunft geschaffen.


Gymnastikabteilung

Hintere Reihe: Frieda Decker, Helga Käsbauer, Bettina Fritsch, Gerda Eichinger, Hermine Gebhard, Gerlinde Naber, Annemarie Kiener, Rosmarie Stieß, Fanny Pfauntsch, Margarete Käsbauer, Marion Käsbauer;
Vordere Reihe: Christa Schmid, Hermine Röstl, Barbara Pfauntsch


Seit dem 12. Juli 1983 ist die SpVgg Neukirchen-Balbini mit der Sparte Gymnastik vertreten. Bei der Gründungsversammlung fanden sich 25 interessierte Damen aus dem Umfeld der SpVgg Neukirchen-Balbini zusammen, um regelmäßig Gymnastik zu treiben. Natürlich sollte auch der gesellschaftliche Aspekt nicht zu kurz kommen. Als 1. Abteilungsleiterin stand Annemarie Kiener in der Verantwortung. Sie ist es, die die Abteilung Gymnastik auch heute noch zusammenhält.
Im Frühjahr 1987 absolvierten Anita Meier und Annemarie Kiener einen Übungsleiterlehrgang. Seit 1987 nahm die Damenriege regelmäßig an Völkerballturnieren teil; den größten Erfolg (1. Platz) erzielte sie bei einem Turnier 1990 beim FC Neunburg vorm Wald. In all den Jahren ist die Damenriege eine aus dem Sportbetrieb der SpVgg nicht mehr wegzudenkende Abteilung geworden. Das Tätigkeitsfeld reicht vom Kegeln, Wandern, Nordic-Walking bis zur klassischen Gymnastik oder Rückenschule. Seit 2011 steht mit Regina Biebl zusätzlich eine ausgebildete Diplom-Sportlehrerin zur Verfügung. Von 2001 bis 2007 wurde von ihr auch eine Mutter-Kind-Gruppe ins Leben gerufen und betreut.
Die Damenriege unterstützt den Verein bei allen erdenklichen Feierlichkeiten, seien es Vereinsfeiern, Kinderfasching, Bürgerfeste usw. Aber natürlich darf auch der gesellschaftliche Aspekt nicht fehlen. So gehört es für die Damen zum guten Ton, zünftige Vereinsausflüge zu gestalten. 2008 feierten sie das 25-jährige Bestehen mit einem Ausflug nach Südtirol.
Eine einzigartige "Ära" der SpVgg - Fritz Decker



Es gab seit Bestehen viele ehrenamtliche Personen in der Spielvereinigung Neukirchen-Balbini. Sonst hätte der Verein nicht so gedeihen können. Wenn aber ein Mitglied 35 Jahre in der Vorstandschaft tätig war, ist dies sicherlich besonders hervorzuheben.
Fritz Decker wurde 1976 im Alter von 19 Jahren in die Vorstandschaft gewählt. Seit dieser Zeit bekleidete er verschiedene Positionen in diesem Gremium. Als Beisitzer fungierte er sieben Jahre lang. Anschließend war er acht Jahre lang als 1. Abteilungsleiter Fußball maßgeblich für die sportlichen Belange verantwortlich. 1991 übernahm er für zwanzig Jahre den Vorsitz als 1. Vorstand im Verein. In diesen 35 Jahren hat Fritz Decker mit unglaublicher Intensität die Belange der SpVgg vertreten. Dies war natürlich mit einem immensen Zeitaufwand verbunden. Möglich war es nur, weil seine Familie viel Verständnis aufbrachte zum Wohle des Vereins. Sein Engagement ging weit über das normale Maß hinaus. Nebenbei war er auch noch Trainer, Platzwart und AH-Leiter in einer Person. Fritz Decker war in dieser Zeit die SpVgg. Seitdem hat sich der Verein hervorragend entwickelt.
Im Jahr 1979/1980 wurde das Sportheim und der Sportplatz gebaut und 1982 das 20-jährige Gründungsfest gefeiert. Die Gymnastik- und Tennisabteilung wurden gegründet, ebenso zwei Tennisplätze und das Tennis-Vereinsheim errichtet. Außerdem wurde der Trainingsplatz mit einer Flutlichtanlage neu ausgestattet, eine Zuschauertribüne am Hauptplatz erstellt und Verträge für die Bandenwerbung mit verschiedenen Firmen geschlossen. Die beiden Fußballspielfelder werden bis zum heutigen Tag von unserem ehemaligen Vorstand vorbildlich gepflegt. Auch Sohn Martin und Ehefrau Betty unterstützen ihn bei der Rasenpflege. Viele Vereine beneiden uns um die Qualität des Rasens.
Ein sehr großes Anliegen war es ihm stets, trotz der vielen Investitionen den Verein schuldenfrei an die neue Vorstandschaft zu übergeben. Dies gelang 2011, und so konnte er die Belange beruhigt in neue Hände geben. Was wäre die SpVgg ohne die vielen Ehrenamtlichen, was wäre die SpVgg ohne Fritz Decker heute? Es ist nicht hoch genug zu bewerten, müssten all die geleisteten Stunden bezahlt werden. Der Verein könnte nicht existieren.
Parallel dazu war er auch sportlich aktiv. Bereits 1970 begann die Fußballkarriere von Fritz unter dem damaligen Trainer Herwig Kraus. In der Jugendmannschaft war er mehrmals Torschützenkönig. Kaum in den Seniorenbereich gewechselt, gelang der 1. Mannschaft unter Trainer Georg Schoierer 1976/77 der Aufstieg in die B-Klasse. Als Torschützenkönig mit 34 Treffern hatte er großen Anteil daran.
In der Saison 1984/85 gelang der Aufstieg in die A-Klasse mit Fritz Decker als Spielertrainer. Als bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte konnte Neukirchen 1987/88 unter ihm als Trainer in die Bezirksliga aufsteigen. Elf Jahre konnte sich Neukirchen in dieser Liga halten. In den Folgejahren hat er noch viermal das Traineramt bekleidet und zuletzt in der Saison 2007/2008 mit einer unglaublichen Erfolgsserie die 1. Mannschaft vor dem Abstieg aus der Kreisliga gerettet. Nebenbei war er noch sechs Jahre AH-Leiter und drei Jahre A-Jugendtrainer.
Die Jugendarbeit hat Tradition bei der SpVgg

Hinten: Bucher Georg, Pfannenstein Alfred, Kraus Herwig, Decker Fritz, Stubenrauch Willi, Stubenrauch Willi, Naber Hans;
Vorne: Götz Peter, Stubenrauch Georg, Eichinger Hans, Reisinger Josef, Krottenthaler Josef, Eichinger Georg
Mit Weitblick begann, acht Jahre nach der Gründung des Vereins, auch der Aufbau einer Schülermannschaft, wie es damals noch hieß. Der damalige Volksschullehrer Herwig Kraus war der „Vater der Jugendarbeit“ in Neukirchen. Zusammen mit Hermann Roith, einem langjährigen Vorstandschaftsmitglied, betreute er die Burschen. Über den Schulsport hinaus engagierte sich Herr Kraus sehr für den Bestand einer C-Jugendmannschaft ab dem Jahr 1970. Gleich in der ersten Saison konnte die Truppe die Vizemeisterschaft verbuchen. Dass hier eine Generation heranwächst, die den Sportverein über Jahrzehnte prägen würde, war zu dieser Zeit noch nicht abzusehen, aber im Nachhinein auch nicht verwunderlich. Mit den Deckers, Stubenrauchs, Eichingers und anderen konnte Neukirchen-Balbini im Laufe der Zeit auch über die Markt- und Landkreisgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erzielen. In der Saison 1972/73 wurde diese Mannschaft zum ersten Mal in der Geschichte der SpVgg A-Jugend-Meister. Dieser Erfolg konnte in der Saison 1973/74 zudem wiederholt werden.
Für diese Generation (Jahrgang 1956–58) gab es zu dieser Zeit nur Fußball. Alle anderen Sportarten waren in Neukirchen Randerscheinungen. Zum Glück für die Fußballabteilung der SpVgg. In den restlichen 70er- und 80er-Jahren wurden immer wieder Nachwuchsmannschaften gebildet, mit wechselndem Erfolg. Herr Albert Naber war als erster Jugendleiter tätig. Auch Georg Lacher setzte sich für die Jugend ein, ebenso wie viele andere im Laufe der Zeit. Am längsten im Amt war Konrad Schießl, der auch bis ins hohe Alter als Schiedsrichter fungierte.
Der große Wurf gelang erst wieder in der Saison 1990/91. Das Betreuerduo um Jugendleiter Fritz Schlegel und Trainer Willi Stubenrauch formte ein A-Jugendteam, das die Meisterschaft ungeschlagen mit 32:0 Punkten und 83:5 Toren abschloss.
Als Dank an die Mannschaft gab es ein Acht-Gänge-Ritteressen auf dem Schwarzwihrberg. Der Zusammenhalt dieser Truppe um Kapitän Matthias Gebhard war sensationell. Die SpVgg erkannte den Wandel der Zeit rechtzeitig. Das Sportangebot wurde in der Gesellschaft immer vielfältiger. Sie merkte, dass sie die jungen Burschen schon von klein auf an den Verein binden musste, bevor sie eine andere sportliche Leidenschaft entdeckten. 1994 wurde eine große Sportinitiative gestartet, Schnuppertage ins Leben gerufen und seitdem waren von den Bambinis bis zur A-Jugend alle Altersgruppen vertreten.
Ehemalige Aktive des Vereins standen immer wieder als Betreuer zur Verfügung und gaben ihr Wissen und ihre Erfahrung teilweise auch an die Söhne weiter. Bald stellten sich die ersten Meisterehren ein. Verschiedene Meisterschaften erstreckten sich über alle Altersklassen, von F- bis A-Jugend. In der Saison 1998/99 gelang es erstmals einer A-Jugend unter Betreuer Robert Geiger, in die Kreisliga aufzusteigen. Dasselbe Kunststück schafften die A-Junioren 2006/07 unter dem Betreuerteam Xaver Hinteneder und Willi Gebhard mit dem Aufstieg in die Kreisliga.
Ein Jahr später sorgten die C-Junioren für Furore, als ihnen unangefochten der Meistertitel zuteilwurde, mit einem Torrekord von 154:23. In 18 Spielen folgten 17 Siege und nur eine Niederlage. Torschützenkönig war Marco Bucher mit 77 Treffern. Die Betreuer waren Walter Zisler und Willi Stubenrauch. Seit 2006 ist auch Markus Schlegel sehr erfolgreich mit seinem Betreuerstab. Er konnte mit seinen Jungs und Mädels von der F- bis zur D-Jugend ebenfalls schon Meisterehren sammeln.
Für einen Spieler oder eine Spielerin, der/die eine Meisterschaft feiern kann, dürfte dies ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Dies schaffen nur die Wenigsten. Dazu werden aber auch Teamfähigkeit, Kameradschaft, Kritikfähigkeit und die persönliche Entwicklung gefördert – alles Eigenschaften, die in der heutigen Gesellschaft leider immer mehr verschwinden. Gerade deshalb ist die Jugendförderung insgesamt und im Besonderen bei der SpVgg Neukirchen-Balbini so wichtig und wertvoll. Immer mehr Vereine klagen seit einigen Jahren über rückläufiges Interesse. Dies spürt auch die SpVgg teilweise. Mit dem Nachbarverein SC Kleinwinklarn wurde bereits eine Spielgemeinschaft gegründet, da jeder Verein für sich selbst nicht mehr in allen Altersklassen eine Mannschaft stellen könnte.
Allen, auch den nicht namentlich genannten Personen, die sich für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen eingesetzt haben, gilt unser besonderer Dank. Diese Personen sind es, die unseren Verein ausmachen.

Hinten: Trainer Willi Stubenrauch, Markus Spießl, Martin Gorges, Georg Dirscherl, Thomas Glück, Martin Schießl, Mathias Gebhard, Richard Schlegel, Werner Eichinger, Jugendleiter Fritz Schlegel;
Vorne: Hans Troidl, Jürgen Porsch, Michael Schlagenhaufer, Stefan Strasser, Stefan Stieß, Stefan Rötzer, Christian Paulus

Hinten: Stefan Gleixner, Wolfgang Probst, Marco Kiener, Manfred Wendl, Manfred Biebl, Stefan Diehl, Martin Braun, Trainer Robert Geiger;
Vorne: Markus Probst, Matthias Spießl, Michael Batzl, Reinhard Kiefmann, Thomas Eichinger, Stefan Noe.

A-Junioren 2006/07

Hinten: Willi Stubenrauch, Marco Bucher, Matthias Biebl, Stefan Graßmann, Alexander Wild, Christoph Ferstl, Marco Glöckl, Michael Eiber, Matthias Held, Andreas Fischer, Simon Sedlmeier, Thomas Lenz, Walter Zisler
Vorne: Johannes Stubenrauch, Eric Bauer, Bianca Ruhland, Markus Zisler, Martin Bucher, Michael Brunner, Christoph Lenz
Chronik der AH-
SPVGG Neukirchen-Balbini 1978- heute

Im Jahr 1978 versammelten sich etwa 15 aktive Spieler, die noch Freude am „Fußball“ hatten, jedoch nicht mehr in einer Punkterunde spielen wollten.
Der „Spaß an der Freude“ sollte im Vordergrund stehen und die Gesellschaft nicht zu kurz kommen. So wurde die AH-Mannschaft der SpVgg Neukirchen-Balbini ins Leben gerufen!
Erster Abteilungsleiter war Franz Stieß, der sich über 20 Jahre dieser Aufgabe widmete.
Die Gründungsmannschaft setzte sich wie folgt zusammen:
Preis Anton, Macht Herbert, Scherz Manfred, Strasser Johann, Stieß Franz, Reisinger Franz, Winter Michael, Scholz Peter, Lacher Georg, Schwab Ludwig, Weindler Albert, Porsch Karl, Spießl Wolfgang, Gebhard Ludwig.
Das 10-jährige Bestehen der AH-Mannschaft im Jahr 1988 wurde mit einem Jubiläumsturnier gefeiert. Wie es das Fairplay vorschreibt, begnügte sich die AH der SpVgg mit dem letzten Platz.
Nach der Ära von Franz Stieß folgten in der Abteilungsleitung: 1999 bis 2005 Fritz Decker, 2006 bis 2008 Willi Stubenrauch, 2008 bis 2016 Hans Eichinger und seit 2016 Thomas Eichinger. Bei der Fastenpredigt mit Bruder Barnabas, alias Willi Stubenrauch, bis zum Jahr 2004 und ab 2005 auch beim mittlerweile traditionellen, immer mit dem letzten Platz besetzten Bockbierfest, erfreuten sich alle Beteiligten stets an der guten Zusammenarbeit.
Die Jahre vergingen und viele Spieler wechselten in den „Fußballruhestand“.
Es kamen immer wieder Spieler von den Senioren nach, sodass die AH-Mannschaft auch im Jahr 2022/23 noch aktiv ist.
2019 entschloss man sich, nicht mehr nur als SpVgg AH zu agieren, sondern eine Spielgemeinschaft (SG) mit den Vereinen Kleinwinklarn und Seebarn einzugehen, die bis heute Bestand hat.

Bild vom Bockbierfest

Bild von der Bockbierprobe

Bild von der Bockbierprobe

*Einige enthaltene Informationen und Daten entsprechen dem Stand von 2012. Aktuelle Entwicklungen und Änderungen wurden nicht berücksichtigt!
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